Как ест Германия

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Когда вы думаете о Франции, то у вас возникают образы прекрасных французских виноградников. Когда вы думаете об Италии, то, наверняка, вы думаете о сочном кусочке пиццы. Когда вы думаете о Японии, то сразу же перед глазами появляется образ суши. Ну а что же у вас ассоциируется с немецкой кухней? Запеченная свиная рулька с квашеной капустой? Белые сосиски с картофельными кнедликами? Ответнаэтивопросызвучиттак: ида, инет.

Да - потому что немецкая кухня действительно может включать в себя сочную соленую свиную рульку. И нет - потому что как таковой немецкой кухни вообще не существует. Она изменяется с развитием истории взаимоотношений народов, населявших и населяющих территорию современной Германии. Вкаждомрегионеонасвоеобразная, по-своемууникальная.

Итак, из этой статьи вы узнаете:

  • Что особенно ценят немцы в еде?
  • Что такое региональная кухня?
  • Какие особенные вкусовые пристрастия есть у немцев?
  • Какие типы мест общественного питания существую сегодня в Германии?
  • Какую роль у немцев играет «экология еды»?

Кроме того, в немецком языке есть большое количество устойчивых выражений, которые связаны с едой. Далее приведены примеры ситуаций, где можно использовать эти выражения в повседневном общении.

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Für jeden Geschmack ist etwas dabei

Bei Frankreich denken einige von Ihnen vielleicht an Wein, bei Italien an Pasta, bei Japan an Sushi – aber was fällt Ihnen zur deutschen Küche ein? Eisbein mit Sauerkraut? Weißwürste? Spätzle? Ja und nein.

Ja, weil die deutsche Küche tatsächlich so deftig sein kann wie ein gepökeltes Eisbein. Und nein, weil es „die“ deutsche Küche gar nicht gibt – sie wandelt sich fortwährend durch die vielfältige Zusammensetzung der Bevölkerung und sie unterscheidet sich von Region zu Region und ist damit ungefähr so divers wie die Palette an Bier- und Brotsorten.

In Deutschland legt man viel Wert auf gutes Brot, es gibt daher rund 300 verschiedene Brotsorten – mehr als irgendwo sonst auf der Welt. Der Ursprung für diese Vielfalt ist übrigens die deutsche Kleinstaaterei in den vergangenen Jahrhunderten. Damals bestand das heutige Land aus zahlreichen kleinen Herzogtümern und unabhängigen Städten, in denen jeder Bäcker sein eigenes Brot herstellte. Dass es in Deutschland mehr als 1.300 Brauereien gibt, die zusammen über 7.500 verschiedene Biere brauen – auch das macht uns kein anderes Land nach. Doch bevor irgendwelche Missverständnisse aufkommen: Weltmeister im Biertrinken sind die Deutschen nicht. Dafür kennen sie sich auch mit Wein aus: In Deutschland werden circa 9,5 Millionen Hektoliter Wein im Jahr erzeugt.

Regionale Küche

Manche sagen, die deutsche Küche habe auch deshalb einen so starken regionalen Charakter, weil die Bundesrepublik gleich an neun andere Staaten grenzt und von jedem etwas übernommen hat. Da ist etwas dran.

Im Saarland zum Beispiel ist der Einfluss der französischen Küche unverkennbar – zum Beispiel beim Cross-Over-Gericht Lyoner Stroganoff, eine Kombination aus französischer Fleischwurst, Gurken, Zwiebel, Champignons und Paprika. Die Küche in Schleswig-Holstein und Hamburg wiederum hat die eine oder andere Gemeinsamkeit mit der dänischen – zum Beispiel beim Labskaus, gepökeltes oder frisches Rindfleisch, das mit Kartoffeln, Hering / Rollmops, Zwiebeln, Roten Beten und Spiegelei angerichtet wird. In Bayern steht vielfach der österreichische Palatschinken als Dessert auf der Speisekarte – ein dünner, süß gefüllter Eierpfannkuchen.

Die Lieblingsessen der Deutschen

Fragt man die Deutschen nach ihren Lieblingsgerichten, dann spielt die geografische Nähe keine Rolle mehr. Denn ganz oben auf der Rangliste der beliebtesten Hauptspeisen stehen Spaghetti Bolognese und Pizza.

Mit Italien aber teilt sich Deutschland genauso wenig eine Grenze wie mit der Türkei, aus der wiederum der Lieblingssnack der Deutschen kommt, der Döner. Jedenfalls fast: Denn als Erfinder des Döners, mariniertes Grillfleisch mit Gemüse im Fladenbrot, gilt zwar der Türke Kadir Nurman – kreiert aber hat Nurman seinen ersten Döner 1972 nicht in Istanbul, wo er aufgewachsen ist, sondern in Berlin, wo er vor seiner Döner-Karriere als Monteur für Druckmaschinen gearbeitet hatte.

Zwischen Sternen und Imbiss: Die Restaurantszene

So ist sie also, die deutsche Küche: Divers. Hier findet jeder etwas für seinen Geschmack. Gelegenheiten, abwechslungsreich zu essen, gibt es jedenfalls genug.

Allein in der Hauptstadt Berlin findet man über Internetportale fast 190 italienische Restaurants, hinzukommen 64 französische Restaurants, 36 indische, 30 spanische, 29 chinesische, 26 griechische, 23 thailändische, 10 mexikanische, 8 russische und und und. Die Hunderten Imbisse, Cafés und Kneipen mit ausländischer Küche sind da noch nicht einmal mitgezählt. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 125.000 Restaurants, Gaststätten und Cafés – da ist für jeden etwas dabei. Und zwar auch für Feinschmecker. Laut der Gourmet-Bibel Guide Michelin hatte Deutschland im Jahr 2015 insgesamt 282 Sterne-Restaurants – mehr als je zuvor. Außerdem ist Deutschland nach Frankreich das Land mit den meisten Drei-Sterne-Restaurants in Europa.

Gesunde Alternative: Ökologische Lebensmittel

Um gut zu essen, muss man nicht unbedingt in ein Restaurant gehen. Es geht auch am eigenen Herd – mit guten und gesunden Zutaten. Ökologische Lebensmittel, die Bio-Produkte, werden immer beliebter in deutschen Supermärkten.

Es gibt rund 71.977 Artikel mit staatlichem Bio-Siegel nach strenger Klassifizierung. Das heißt, die Lebensmittel dürfen weder mit chemischen Pflanzenschutzmitteln behandelt noch gentechnisch verändert sein und Fleisch darf nur aus artgerechter Tierhaltung stammen.

Apropos Fleisch: Als deutsches Nationalgericht wird manchmal die Currywurst genannt. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Deutschen jedes Jahr rund 800 Millionen davon verspeisen. Typisch deutsch ist die Currywurst von den Zutaten jedenfalls nicht, denn selbst wenn die Bratwurst aus Deutschland stammt, wird die Sauce auf Basis von Ketchup oder Tomatenmark mit einer indischen Gewürzmischung aus Koriander, Pfeffer und Kurkuma hergestellt.

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In der deutschen Sprache gibt es viele Redensarten, die mit dem Essen zu tun haben. Hier findest du viele Beispiele dazu und jeweils auch eine Situation, in der diese Redensart verwendet werden kann.

klar wie Kloßbrühe

„Verrätst du mein Geheimnis auch wirklich nicht?“ fragte Julia ihre Freundin Jasmin ängstlich. „Das ist doch klar wie Kloßbrühe!“ versicherte Jasmin.

sein Fett abbekommen

Timo hat die anderen Kinder tagelang geärgert. Doch nun haben sie sich gewehrt, und er hat endlich sein Fett abbekommen.

nichts zu beißen haben

Nach dem 2. Weltkrieg hatten viele Menschen nichts zu beißen.

wie die Katze um den heißen Brei schleichen

Karin Mutter hat für Papas einen leckeren Marmorkuchen gebacken. Nun geht Karin dauern in die Küche, denn am liebsten möchte sie heute schon ein Stück von dem Kuchen probieren. Die Mutter sagt schmunzelnd zu ihr: „Du schleichst ja wirklich wie eine Katze um den heißen Brei!“

wie aus dem Ei gepellt

Nina hat heute ihren schönsten Pullover angezogen und sieht wieder aus wie aus dem Ei gepellt.

für jemanden die Kastanien aus dem Feuer holen

Mein Freund hat mal wieder Mist gebaut, und ich soll nun für ihn die Kastanien aus dem Feuer holen.

vor Wut kochen

Lena kocht vor Wut, denn ihre kleine Schwester hat sich einfach ihr Lieblingsbuch über Pferde genommen, und nun sind einige Seiten verknickt.

ein Haar in der Suppe finden

Meiner Mutter kann ich aber auch nichts recht machen; sie findet immer ein Haar in der Suppe.

jemandem aus der Hand fressen

Timo ist ja ganz schön in die Jana verliebt, er frisst ihr ja förmlich aus der Hand.

jemandem Honig ums Maul schmieren

Olaf will sich ständig nur bei den Lehrern beliebt machen, er schmiert ihnen ständig Honig ums Maul.

die beleidigte Leberwurst spielen

Nur weil Jan beim Fußballspielen nicht im Tor stehen durfte, spielte er mal wieder die beleidigte Leberwurst.

grinsen wie ein Honigkuchenpferd

Als Tom erfuhr, dass es in der Mathearbeit eine Eins geschrieben hatte, grinste er wie ein Honigkuchenpferd.

das ist kalter Kaffee

Anna erzählte ihren Freundinnen begeistert von einem Hit, den sie im Radio gehört hatte. Doch die Mädchen sagten: „Das ist ja kalter Kaffee!“

das ist alles Käse

Max schrieb stundenlang an einer Geschichte, die er eigentlich in der Schule vorlesen wollte, doch dann sagte er entmutigt: „Das ist ja alles Käse!“

Kohldampf schieben

Mein Vater schiebt mal wieder Kohldampf, weil er keine Lust hat, sich selbst etwas zu essen zu machen, wenn meine Mutter nicht zu Hause ist.

das macht den Kohl auch nicht fett

Toni spart sein Taschengeld schon lange für ein neues Fahrrad. Nun trägt er auch noch Zeitungen aus, um sich ein bisschen Geld zu verdienen. „Aber das macht den Kohl auch nicht fett!“ denkt er, als er das erste Geld dafür bekommt.

eine ulkige Nudel sein

Jonas mag seine Mitschülerin Tanja besonders gern, denn sie ist immer sehr lustig. „Du bist wirklich eine ulkige Nudel!“ sagt er manchmal zu ihr.

leben wie die Made im Speck

Als ich in den Ferien bei meiner Oma war, hat sie jeden Tag mein Lieblingsessen gekocht, und ich habe gelebt wie die Made im Speck.

jemanden in die Pfanne hauen

Katrin hat mal wieder alle Bonbons aufgegessen, die im Küchenschrank lagen. Nun sagt sie zu ihrer Schwester: „Du wirst mich doch nicht in die Pfanne hauen!“

bei jemandem ist Schmalhans Küchenmeister

Nachdem sich unsere Nachbarn einen teuren Urlaub geleistet haben, ist dort Schmalhans Küchenmeister.

jemandem etwas schmackhaft machen

Tim soll seinem Vater helfen das Auto zu waschen. Doch Tim hat dazu überhaupt keine Lust. „Du bekommst naher auch ein großes Eis!“ versucht der Vater ihm die Arbeit schmackhaft zu machen.

abwarten und Tee trinken

Sabine schaut ungeduldig auf die Uhr und sagt zu ihrer Mutter: „Wo bleibt Oma nur, sie wollte mich doch um vier Uhr abholen?“ „Abwarten und Tee trinken!“ beruhigt sie die Mutter. „Es ist doch gerade erst zehn Minuten nach vier Uhr.“

Tomaten auf den Augen haben

Uta geht mit ihrer Freundin Tina in den Zoo, um sich die neugeborenen Affen anzusehen. „Wo sind denn nun die kleinen Affen?“ fragt sie ihre Freundin. „Ja, sag mal, hast du denn Tomaten auf den Augen?“ fragt ihre Freundin Tina.

es geht um die Wurst

„Morgen gehe ich zum Endspiel meiner Mannschaft. Da geht es dann um die Wurst,“ sagt Simon zu seinen Eltern.

keinen Pfifferling wert sein

Meine Oma hat sich im Urlaub eine teure Halskette gekauft. Doch als sie die Kette meinem Vater zeigte, sagte der zu ihr: Da bist du aber hereingelegt worden, die Kette ist ja keinen Pfifferling wert!“

sich selbst eine schöne Suppe einbrocken

Als Simone mit einer Fünf im Diktat nach Hause kommt, sagt die Mutter zu ihr: „Das hast du dir ein schönes Süppchen eingebrockt, hättest du mal vorher für das Diktat geübt!“

in den sauren Apfel beißen müssen

Du wirst wohl in den sauren Apfel beißen müssen und für das nächste Diktat üben, wenn du eine gute Zensur schreiben möchtest.

jemandem die Suppe versalzen

Kevin hat seinen Bruder Sven mal wieder geärgert, und Sven ist diesmal stinksauer. Nun möchte Kevin sich für den nächsten Tag die Fußballschuhe seines Bruders ausleihen und mit in die Schule zum Sportunterricht nehmen. „Na, dem werde ich die Suppe aber gründlich versalzen,“ denkt sich Sven, „der soll sich erst mal bei mit entschuldigen.“

eine treulose Tomate sein

„Du bist ja vielleicht eine treulose Tomate!“ sagte Tom entrüstet zu seinem Freund. „Wir waren doch gestern Nachmittag auf dem Sportplatz verabredet. Warum bist du denn nicht gekommen?“

den Braten riechen

Leider konnte ich meinen Freund nicht hereinlegen, denn er hatte den Braten schon gerochen.

eine Extrawurst bekommen

Oma geht mit Anna und Toni auf die Kirmes und schenkt jedem Kind fünf Euro. Toni hat sein Geld bereits nach kurzer Zeit ausgegeben. „Oma, kannst du mir wohl ein Eis kaufen?“ fragt er. „Ach, willst du etwa schon wieder eine Extrawurst bekommen!“ antwortet seine Oma.

При написании данной статьи были использованы материалы следующих сайтов:

http://www.make-it-in-germany.com

http://www.medienwerkstatt-online.de

http://www.dw.com

Материал подготовлен В.В. Лавриковым, методистом ГМЦ ДОгМ

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